
Der Name Tempranillo, von dem spanischen Wort „temprano“ („früh“) abgeleitet, deutet bereits an, dass diese Traube zu einer schnellen Reife kommt und früh gelesen werden kann. Sie ist in anderen Regionen Spaniens auch unter dem Namen „Tinta del País“, „Tinto Fino“, „Cencibel“, „Tinto del Toro“ oder „Ull de Llebre“ bekannt. Im Norden Spaniens ist zwar die Garnacha immer noch sehr verbreitet, doch gerade in den kühleren Gebieten des Landes gilt die Tempranillo als die „Königin“ unter den Rotweinsorten. Sie ergibt – meist als Coupage mit anderen Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Garnacha - tief dunkle Rotweine mit herrlichen Fruchtnoten.
Typisch
für diese dunkelrote Beere ist der duftige, fruchtbetonte Charakter, der über
Erdbeer-, Heidelbeer- und Brombeer- bis zu Maulbeernuancen reichen kann. Doch
die eigentliche Stärke der Traube kommt im Barriqueausbau zur Geltung. In
amerikanischer Eiche können exotisch wirkende Aromen wie Kokosnuss, Karamell
und Minze entstehen. Wird der Wein in französischem Eichenholz ausgebaut, überwiegen
Töne wie Vanille und Gewürz, sowie Röstaromen, die an Kaffee erinnern. Die
von Natur aus relativ geringe Säure und die eleganten, weichen, fast süßlichen
Tannine verleihen dem Wein seine angenehm geschmeidige Note.
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